Absaugung bei Laserreinigung | TBH

Laserreinigung einer Metalloberfläche mit Funken, Rauch und TBH-Punktabsaugung über eine TFS 250

Absaugung bei Laserreinigung: Warum sie wichtig ist

Absaugung bei Laserreinigung ist ein wichtiger Bestandteil industrieller Laserprozesse. Laserreinigung entfernt Rost, Lackrückstände oder Metalloxide gezielt von Metalloberflächen – zum Beispiel als Vorbehandlung im Werkzeugbau, in der Fertigung oder bei der Oberflächenvorbehandlung.

Dabei arbeitet der Prozess sehr präzise. Gleichzeitig entstehen jedoch Rauch, feine Partikel und je nach Anwendung auch Funken. Deshalb sollte die Absaugung nicht erst nachträglich betrachtet werden, sondern von Anfang an Teil der Prozessplanung sein.

Video zum Anwendungsfall:
https://youtube.com/shorts/ggiwP_ml050

Was passiert bei der Laserreinigung?

Bei der Laserreinigung trifft gebündelte Energie auf die Oberfläche. Der Laser löst, verdampft oder trägt unerwünschte Schichten wie Rost, Oxide, Anhaftungen oder Lackreste ab.

Welche Emissionen entstehen, bestimmen vor allem Material, Beschichtung, Prozessparameter und Laserquelle. Deshalb muss jeder Anwendungsfall individuell betrachtet werden. Edelstahl, Werkzeugstahl, Aluminium, lackierte Bauteile oder oxidierte Oberflächen können unterschiedliche Partikel- und Gasfrachten erzeugen.

TBH beschreibt Laserprozesse in der Materialbearbeitung als Anwendungen, bei denen Feinstpartikel im µm- und nm-Bereich entstehen können. Gerade deshalb sind effiziente Absaug- und Filtersysteme für den Arbeitsschutz wichtig.

Absaugung bei Laserreinigung beginnt bei der Prozessplanung

Absaugung bei Laserreinigung sollte direkt bei der Planung des Laserprozesses berücksichtigt werden. Denn sobald der Laser Rückstände von der Metalloberfläche löst, entstehen Emissionen direkt im Bearbeitungsbereich.

Dazu gehören je nach Prozess Rauch, feine Partikel, ultrafeine Partikel und teilweise auch Funken. Außerdem können sich diese Emissionen im Arbeitsbereich verteilen oder auf Maschinen, Bauteilen und Oberflächen ablagern, wenn sie nicht frühzeitig erfasst werden.

Deshalb zählt nicht nur die Filter- und Absauganlage selbst. Auch das Erfassungselement, der Luftvolumenstrom, die Filterausstattung, die Luftführung und mögliches Zubehör müssen zur Anwendung passen.

Absaugung bei Laserreinigung: Warum die Erfassung an der Quelle zählt

Der wichtigste Punkt bei der Absaugung von Laseremissionen ist die Nähe zur Entstehungsstelle. Je früher die Absaugung Rauch und Partikel erfasst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich im Arbeitsbereich verteilen.

Auch die DGUV weist in ihrer Handlungshilfe zum Reinigen und Entschichten mit Laserstrahlung darauf hin, dass bei diesen Tätigkeiten Gefährdungen durch entstehende Gefahrstoffe auftreten können. Die Handlungshilfe nennt eine funktionsfähige, effiziente Absaugung und empfiehlt, Abtragprodukte möglichst nahe an der Entstehungsstelle zu erfassen.

Das gilt besonders bei offenen oder teiloffenen Anwendungen. Eine Absaughaube, ein passendes Erfassungselement oder eine anwendungsbezogene Einhausung kann die Emissionen dort aufnehmen, wo sie entstehen.

Welche Rolle spielen Rauch, feine Partikel und Funken?

Im Video ist gut zu erkennen: Beim Abtrag von Rückständen auf Metalloberflächen entsteht sichtbarer Rauch. Gleichzeitig können feine und ultrafeine Partikel entstehen, die mit bloßem Auge nicht zuverlässig erkennbar sind.

Bei Staub- und Partikelemissionen zählt deshalb nicht nur die sichtbare Rauchwolke. Entscheidend sind auch Partikelgröße, Zusammensetzung, Konzentration und Expositionsdauer.

Die BGHM empfiehlt bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Informationen über entstehende Gefahrstoffe einzuholen, Grenzwerte zu berücksichtigen und den Gefahrstoff bei notwendiger Absaugung möglichst direkt an der Entstehungsstelle zu erfassen.

Wann ein Funkenlöscher sinnvoll sein kann

Zusätzlich können bei der Laserreinigung Funken entstehen. Das hängt unter anderem von Oberfläche, Energieeintrag und Prozessführung ab.

Für den gezeigten Anwendungsfall empfehlen wir deshalb zusätzlich einen Funkenlöscher. TBH führt für die TFS-Serie passende Funkenlöscher als Zubehör. Welche Ausführung geeignet ist, hängt jedoch vom konkreten Luftvolumenstrom und vom jeweiligen Anwendungsfall ab.

Deshalb sollte der Funkenlöscher immer gemeinsam mit der Filter- und Absauganlage betrachtet werden.

Warum ein normaler Staubsauger keine geeignete Lösung ist

Für professionelle Laserprozesse reicht ein einfacher Staubsauger nicht aus. Laserreinigung erzeugt keine gewöhnliche Verschmutzung wie Späne auf dem Boden. Stattdessen entstehen luftgetragene Emissionen direkt im Prozess.

Diese Emissionen müssen gezielt erfasst, geführt und gefiltert werden. Deshalb braucht es ein abgestimmtes Absaugkonzept.

Dazu gehören unter anderem:

  • passende Erfassung direkt am Entstehungsort
  • geeigneter Luftvolumenstrom
  • passende Filterausstattung für Partikel und gegebenenfalls gasförmige Bestandteile
  • sichere Führung der Prozessluft
  • Bewertung von Funken, heißen Partikeln und Brandrisiken
  • Wartungs- und Filterwechselkonzept

Gerade deshalb sollte die Absaugung bei Laserreinigung immer passend zum Material, zur Oberfläche und zum Prozess ausgelegt werden.

TBH Filter- und Absauganlagen für Laserprozesse

TBH entwickelt und produziert modulare Filter- und Absauganlagen für industrielle Anwendungen. Für Laserprozesse legt TBH Anlagen und Zubehör abhängig vom konkreten Prozess aus.

Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen: Material, Emissionsmenge, Erfassungssituation, Luftvolumenstrom, Filterausstattung und mögliche Funkenbildung. Deshalb reicht es nicht aus, nur eine einzelne Komponente zu betrachten.

Mehr zum Thema Laserrauchabsaugung finden Sie hier:
https://www.tbh.eu/ihre-absaugloesung/feinstaub/laserrauch/

Beispiel: TFS 250 mit passender Erfassung

Bei Anwendungen wie der Laserreinigung auf Metalloberflächen kann eine TFS Filter- und Absauganlage mit passender Absaughaube eine sinnvolle Lösung sein.

Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Erfassung, Luftführung, Filtertechnik und Zubehör. Die Anlage muss nicht nur Luft bewegen, sondern die entstehenden Emissionen möglichst direkt an der Quelle erfassen und zuverlässig filtern.

Weitere Informationen zur TFS 250 finden Sie hier:
https://www.tbh.eu/produkt/tfs-250/

In diesem Anwendungsfall empfehlen wir zusätzlich den Einsatz eines Funkenlöschers. Welche Ausführung am besten passt, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen anhand des konkreten Prozesses.

Fazit: Laserreinigung und Absaugung gehören zusammen

Laserreinigung kann in der Fertigung, im Werkzeugbau und bei der Oberflächenvorbehandlung viele Vorteile bieten. Gleichzeitig entstehen beim Prozess Emissionen, die nicht unkontrolliert in den Arbeitsbereich gelangen sollten.

Wer Laserreinigung professionell einsetzt, sollte die Absaugung deshalb frühzeitig mitplanen. Eine gut geplante Absaugung bei Laserreinigung hilft dabei, Rauch, feine Partikel und prozessabhängige Funken direkt am Entstehungsort zu erfassen.

Wie lösen Sie die Absaugung bei der Laserreinigung?
Sprechen Sie mit uns über Ihren Anwendungsfall. Gemeinsam prüfen wir, welche Filter- und Absauglösung zu Ihrem Prozess passt.

FAQ zur Absaugung bei Laserreinigung

Welche Emissionen entstehen bei der Laserreinigung?

Bei der Laserreinigung können Rauch, feine Partikel und je nach Material oder Beschichtung auch gasförmige Bestandteile entstehen. Bei bestimmten Prozessbedingungen treten zusätzlich Funken auf.

Warum ist die Erfassung direkt am Entstehungsort wichtig?

Je näher die Absaugung die Emissionen an der Entstehungsstelle erfasst, desto weniger können sich Rauch und Partikel im Arbeitsbereich verteilen. Dadurch lassen sich Mitarbeitende, Maschinen und die Umgebung besser schützen.

Braucht man bei Laserreinigung einen Funkenlöscher?

Das hängt vom konkreten Prozess ab. Wenn Funken oder heiße Partikel entstehen können, sollte der Betreiber den Einsatz eines Funkenlöschers prüfen. Im hier gezeigten Anwendungsfall empfehlen wir einen Funkenlöscher.

Welche Absauganlage eignet sich für Laserreinigung?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Material, Rückstände auf der Oberfläche, Laserparameter, Emissionsmenge, Erfassungssituation und gewünschte Luftführung. TBH berät anwendungsbezogen.