In vielen Produktionsprozessen entstehen luftgetragene Emissionen – Stäube, Rauch, Dämpfe oder Aerosole. Was in der Luft bleibt, wird eingeatmet, verteilt sich im Arbeitsbereich und lagert sich auf Maschinen und Bauteilen ab. Saubere Luft ist deshalb nicht nur Arbeitsschutz: Sie ist ein Produktivitäts- und Qualitätsfaktor.
Saubere Luft wirkt dreifach: Mensch, Prozess, Produkt
Gesundheit schützen: Weniger belastete Atemluft bedeutet bessere Arbeitsbedingungen – besonders dort, wo dauerhaft Emissionen auftreten.
Prozesse stabilisieren: Weniger Ablagerungen und Kontamination, weniger Reinigungsaufwand, weniger Störungen.
Kosten senken: Wenn Belastungen sinken, sinkt im besten Fall auch der Anteil an ausfallrelevanten Beschwerden – und damit direkte und indirekte Kosten.
Fehlzeiten kosten – und Atemwegserkrankungen sind ein großer Block
Die BAuA schätzt für das Jahr 2024 insgesamt 881,5 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage. Daraus ergeben sich volkswirtschaftlich 134 Mrd. € Produktionsausfall sowie 227 Mrd. € Ausfall an Bruttowertschöpfung.
Innerhalb der Diagnosegruppen entfallen auf „Krankheiten des Atmungssystems“ (ICD J00–J99):
- 159,2 Mio. AU-Tage (18,1%)
- 24,3 Mrd. € Produktionsausfall
- 41,0 Mrd. € Bruttowertschöpfungsausfall
Wichtig für die Einordnung: Diese BAuA-Zahlen zeigen die Größenordnung von Arbeitsunfähigkeit und Kosten – sie sagen nicht, dass Atemwegserkrankungen in diesem Umfang durch schlechte Arbeitsplatzluft verursacht werden. Sie verdeutlichen aber, warum Prävention und wirksame Lufttechnik wirtschaftlich relevant sind.
Wo Emissionen typischerweise entstehen
Je nach Branche und Prozess entstehen Emissionen z. B. bei:
- Schleifen, Trennen, Fräsen (Feinstaub)
- Schweißen, Löten (Rauch/Partikel)
- Laser- und thermische Prozesse (Aerosole)
- Chemische/adhäsive Prozesse (Dämpfe/VOCs)
- Additive/ Pulverhandling (Staub, Partikel)
Entscheidend ist die Quelle: Absaugen, bevor sich alles verteilt
Je früher Emissionen erfasst werden, desto wirksamer ist das Gesamtsystem. In der Praxis heißt das:
1) Erfassen an der Entstehungsstelle
Quellabsaugung oder Einhausung statt „Luft hinterher reinigen“.
2) Passende Filtration
Partikel, Rauch, Dämpfe/Aerosole brauchen unterschiedliche Filter- und Sicherheitskonzepte.
3) Dauerhaft wirksam halten
Luftvolumenstrom, Filterzustand und Wartungslogik entscheiden über den realen Effekt im Alltag.
Quick-Check: 5 Fragen, die sofort Klarheit schaffen
- Wo entsteht die Emission – und wie weit “wandert” sie?
- Wird an der Quelle erfasst oder erst im Raum?
- Welche Stoffe sind es (Staub/Rauch/Dampf/Aerosol) – und wie fein?
- Welche Ziele zählen am meisten: Gesundheit, Sauberkeit, Prozessstabilität, Schutz empfindlicher Bauteile?
- Ist die Wirksamkeit im Betrieb nachvollziehbar (Wartung, Filterstatus, Volumenstrom)?
Typische Effekte, die Unternehmen schnell merken
- spürbar sauberere Arbeitsbereiche (weniger Ablagerungen)
- stabilere Qualität bei sensiblen Produkten/Prozessen
- weniger Reinigungs- und Stillstandsaufwand
- bessere Akzeptanz im Team („man merkt den Unterschied“)
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Dann ist ein kurzer Prozess- und Emissionscheck der schnellste Einstieg: Entstehungsstelle, Erfassung, Filtration, Wartungslogik – mit klaren Maßnahmen und Prioritäten.
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- Prozess(e) + Emissionsart kurz beschreiben
- Foto/Skizze der Station (optional)
- Ziel definieren: Gesundheit / Sauberkeit / Qualität / Kosten
TBH Video: Schadstoffe absaugen: Saubere Luft schützt Gesundheit & senkt Kosten
Quellenhinweis:
BAuA: Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2024, Tabelle 1 (Gesamtwerte) und Tabelle 2 (Diagnosegruppen inkl. Atmungssystem).