FAQ

Filter- und Absauganlagen behandeln ein Thema, das für alle wichtig ist, aber auch Verwirrung stiften kann. Deshalb haben wir eine Liste der am häufigsten gestellten Fragen exklusiv für Sie erstellt. Wenn Ihre Frage nicht in dieser Liste enthalten ist, teilen Sie uns dies bitte mit, indem Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular senden.

Information/Beratung

Die Prozessluft wird in der Regel zurück in den Arbeitsraum geleitet oder kann bei besonders kritischen Prozessen oder Materialien nach außen abgeführt werden. Der Vorteil von zurückgeführter Prozessluft liegt darin, dass diese während der Filtration, also beim Durchströmen der Filter- und Absauganlage, erwärmt wird. Dadurch lassen sich zusätzlich Heizkosten einsparen.

TBH verbaut ausschließlich qualitativ hochwertige Gebläse von namhaften Marktführern. Fast alle Anlagen verfügen heutzutage über bürstenlose elektronisch kommutierte Antriebe, die mehrere tausend Stunden Betriebsdauer sowie eine hohe Effizienz und Leistung ermöglichen. Die Lebensdauer dieser Gebläse hängt außerdem von verschiedenen Faktoren ab. Beispiele hierfür sind die Leistung, bei welcher die Anlagen betrieben werden, der Anzahl der Anlauf- und Stoppvorgänge und die Umgebungsbedingungen. Eine allgemeingültige Aussage kann aus diesem Grund nicht getroffen werden.

Das hängt von der jeweiligen Anlage und Ihren Anforderungen ab. Bitte lesen Sie dazu die Konformitätserklärung in der Betriebs- und Wartungsanleitung Ihrer Anlage.

Die Anlagen lassen sich problemlos in Schaltschränke, Unterschränke oder Einhausungen unterbringen. Dabei verfügen TBH-Anlagen mit der INSPIRE Steuerelektronik über eine leistungsfähige digitale und analoge Automatisierungsschnittstelle.

Ja. Unser modulares Anlagendesign, unsere leistungsfähige INSPIRE Steuerelektronik und unser vielfältiges Zubehörprogramm ermöglichen es uns unsere Anlagen auf Ihre Bedürfnisse individuell abzustimmen.

Eine große Vielfalt an Absaugarmen, Schläuchen, Rohrformteilen, Adapter, Stecker, Sicherheitselemente, etc. finden Sie in unserem Zubehörkatalog. Unser Vertrieb berät Sie gerne für Ihre individuelle Lösung.

Grundsätzlich können alle Partikel und alle Partikelgrößen mit TBH Filter- und Absauganlagen abgesaugt werden. Durch den Betreiber der Anlage sind allerdings die in den jeweiligen Ländern gültigen Richtlinien, Gesetze, Verordnungen und technische Regeln wie z.B. Explosionsschutz, Gefahrstoffen, Gesundheitsschutz, etc. zu beachten.

TBH Filter- und Absauganlagen erfassen schadstoffhaltige Luft und leiten diese durch Filterelemente, die an Ihren Anwendungsfall angepasst wurden. Dort werden Stäube, Rauche und Gase durch verschiedene Filtermedien wie Grobfilter, HEPA-Filter und Aktivkohlekassetten von Schadstoffen befreit. Anschließend leitet die Anlage die gereinigte Luft wieder zurück in den Raum oder führt diese nach draußen.

Bei unterschiedlichen Prozessen entstehen schädliche Stoffe, die für den Menschen gefährlich werden können. Beispiele hierfür sind Lötrauch oder Laseremissionen. Aufgrund der kleinen Größe dringen die Partikel bis in die Blutbahnen vor und können schwerheilbare Krankheiten auslösen. Filter- und Absauganlagen schützen Sie vor diesen gefährlichen Stoffen, in dem sie die Partikel einsaugen, diese an den Filtern hängen bleiben und folglich nicht mehr eingeatmet werden können. Diese Partikel würden sich außerdem an den Maschinen ansetzen, wodurch sie eventuell einzelne Mechanismen innerhalb blockieren könnten. Damit die kontaminierte Luft nicht so bleibt oder sich weiterverbreitet und andere Menschen schadet, dient eine TBH Filter- und Absauganlage auch einem Schutz für die Umwelt. Dreifach Schutz mit einer Anlage – für Mensch, Umwelt und Maschine.

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Bestellen/Kaufen

Wir sind grundsätzlich bemüht unsere Kunden bestmöglich zu beraten und Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung optimale Hilfestellung zu geben. Dies reicht, je nach Größe der Anlage, von Vorführterminen, Sonderkonditionen für Großprojekte über Produktvideos und vieles mehr. Bitte beachten Sie, Großanlagen wie z.B. LN600- und FP200-Serie sind nicht als Vorführ- oder Testgeräte verfügbar.

Der freiblasende Luftvolumenstrom gibt an, wieviel Luftleistung ein Motormodul oder Gebläse erzeugen kann, wenn kein Gegendruck (Widerstände in Form von Filtern oder Schläuchen) an Ansaug- und Ausblasvorrichtung vorhanden ist. Werden anschließend die Filtermodule eingesetzt, verschiebt sich der Arbeitspunkt des Gebläses zu einem niedrigeren Volumenstrom hin. Es muss einen höheren Druck aufbringen, um die zusätzlichen Widerstände zu überwinden. Der effektive Luftvolumenstrom stellt sich ein. Dieser kann, je nach Filterausstattung, unterschiedlich ausfallen. Partikel- und Vorfilter erzeugen nur einen geringen Druckverlust, der jedoch mit der Zeit durch natürliche Sättigung ansteigt. Bei Aktivkohlefilter ist der Druckverlust zwar hoch, steigt aber nicht an. Werden zusätzlich externe Elemente wie Schläuche und Absaugarme angeschlossen, besonders bei zu kleiner Auslegung, nehmen die Druckverluste weiter zu und der tatsächliche Luftvolumenstrom ist kleiner als der freiblasende oder effektive.

Ein Kohleläufer ist ein kostengünstiger Universalmotor, wie Sie ihn aus Ihrer Bohrmaschine oder Staubsauger kennen. Der Stromfluss für die Motorbewegung wird hierbei über zwei Kontakte mittels Kohlebürsten auf den Rotor geleitet. Diese Bürsten nutzen sich mit der Zeit ab.

Ein Dauerläufermotor kommt ganz ohne Kohlebürsten aus. Eine Art des Dauerläufers sind die elektronisch kommutierten Motoren, kurz EC-Motoren. Diese unterscheiden sich in ihrem Aufbau stark von den anderen Motorenarten. Sie besitzen meist leistungsstarke Neodymmagnete am Rotor und erzeugen ihr Drehfeld über mehrere Spulen, die von einer Leistungselektronik nacheinander über eine PWM-Modulation angesteuert wird. Das Ergebnis sind höhere Drehzahlen, Leistungsdichten und Effizienz im Vergleich zu den Universalmotoren und den Induktionsmotoren. TBH setzt fast ausschließlich leistungsfähige und effiziente EC-Motoren ein.

Eine weitere Art der Dauerläufermotoren sind in der Industrie verbreiteten Induktionsmotoren für 400V-Drehstrom. Das Drehfeld induziert Strom kontaktlos mit der Ständerwicklung um ein Blechpaket des Rotors. Aufgrund dessen baut sich ein Drehmoment auf und der Motor läuft. Diese Motorenart lässt sich mit Hilfe eines zusätzlichen Kondensators auch für 230V einsetzen.

Im normalen Betrieb einer Filter- und Absauganlage entstehen Kosten durch Ersatzfilter, Stromverbrauch, Entsorgung der Filter und Druckluftverbrauch (nur bei Anlagen der FP-Serie). Die Höhe der Kosten hängt von der Größe der Anlage, dem Zielprozess und den Einstellungen am Gerät ab.

Die TBH-Garantie reicht je nach Anlagentyp 5.000 - 10.000 Stunden oder zwei Jahre ab Lieferdatum, je nachdem was zuerst eintritt. Unsere Garantie schließt eine anwendungsbezogene Haftung sowie Folgeschäden aus. Es sei denn, es wurden projektbezogene Bedingungen von uns anerkannt.

Unsere kompakten Anlagen der LN-, GL- und BF-Serie versenden wir zusammen mit unserem Standardzubehör in der Regel innerhalb von 14 Tagen. Großanlagen wie LN 600 oder FP 200 versenden wir normalerweise innerhalb 5 - 6 Wochen.

Die Anlage wird in der Regel fertig montiert und sicher verpackt, teilweise auf Paletten, geliefert. Nach Anschließen der Anlage ist diese sofort betriebsbereit. Die Montage erfolgt dank des modularen Designs werkzeuglos. Bei Zubehörartikel wie Absaugarme, die nachträglich zu montieren sind, können Werkzeuge notwendig sein. Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine Montage als TBH-Service an.

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Service-Leistungen

Sie können diese z. B. in der Gestis-Stoffdatenbank der IFA und Ihrer KMR-Liste einsehen.

Unser Vertrieb ist Ihr erster Ansprechpartner in allen Belangen des TBH-Services, von der Beratung bis zur Durchführung unserer Dienstleistungen. Anfragen bezüglich einer Wartung richten Sie bitte per Mail oder Telefon an unsere Service-Mitarbeiter. Sie kümmern sich um die Planung und Koordination.

Bei Störfällen einer Anlage, die Sie über einen Zwischenhändler gekauft haben, wenden Sie sich bitte zuerst an diesen. Endkunden sowie Partner und Händler, welche bei TBH direkt gekauft haben, wenden sich bitte an den für Sie zuständigen Vertriebsmitarbeiter.

Grundsätzlich gibt es in diesem Kontext die Pflicht des Betreibers einer Anlage zu ermitteln, welche Gefährdungen von ihr ausgehen. Im Normalfall darf, wenn von den Prozessemissionen keine besonderen Gefahren ausgehen, immer im Rückluftbetrieb gefahren werden. Zusätzlich gibt es die Europäischen Richtlinien und technische Regeln für Gefahrstoffe und ATEX, welche auch den Betrieb von Filter- und Absauganlagen für z.B. KMR-Stoffe regeln. Diese legen dem Betreiber einer Filter- und Absauganlage die Pflicht auf, grundsätzlich eine Abluftführung zu betreiben, wenn die eingesetzten Stoffe als KMR-Stoffe (z.B. chromhaltige Stähle) gekennzeichnet sind. Allerdings gibt es Ausnahmen für mobile Geräte, oder wenn die Abluftführung wirtschaftlich nicht in einem vertretbaren Verhältnis steht. Dann ist darauf zu achten, dass die eingesetzten Anlagen über einen bestätigten Abscheidegrad nach einer einschlägigen Norm (z. B. 60335-2-69 AA, 15012-1 …) verfügen.

TBH bietet Ihnen hierzu eine große Auswahl an Anlagen mit sogenannter „W3“-Konformität – bitte kontaktieren Sie unseren Vertrieb für nähere Informationen.

Filter- und Absauganlagen an modernen Präzisionsprozessen stellen die Qualität Ihrer Produkte sicher und schützen Ihre Mitarbeiter und Maschinen vor schädlichen Emissionen. Damit Ihre Filter- und Absauganlage bestmögliche Ergebnisse liefert, empfehlen wir die Anlagen mindestens einmal jährlich vom TBH-Service überprüfen zu lassen.

Nein. TBH zeichnet sich durch hohe Kundennähe und persönliche Beratung durch qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal, das Ihnen in jeder Phase Ihres Prozesses fachkundig zur Seite steht.

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Benutzung

Bitte beachten Sie zunächst die Betriebs- und Wartungsanleitung und die innerbetrieblichen Sicherheitsverschriften. Neben der generellen Aufstellung und Inbetriebnahme muss zudem die Dichtheit der Verrohrung zum Absaugprozess und die Saugleistung an der Absaugstelle kontrolliert werden.

Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine Montage und Inbetriebnahme als TBH-Service an.

Grundsätzlich müssen immer die BetrSichV und innerbetriebliche Vorschriften beachtet werden. Zudem kommen je nach Branche und abgesaugten Stoffen noch Technische Regeln (TRGS) und andere Vorschriften zur Anwendung. Der Betreiber einer Filter- und Absauganlage ist rechtlich dazu verpflichtet sich entsprechend zu informieren, seinen Arbeitsplatz zu bewerten und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Unterstützung hierzu finden Sie bei Ihrem internen Sicherheitsbeauftragten und bei der zuständigen BG.

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, welchen Zugriff Sie auf Ihre Steuerung/Ihr Lasersystem haben und welche Funktionen Sie benötigen.

Zugekauftes System (z.B. Lasermarkierstation):

Bitte kontaktieren Sie den Hersteller des Systems und erfragen Sie, welche Schnittstellenfunktionen einer angeschlossenen Filter- und Absauganlage verwendet werden können. Im Regelfall werden Funktionen wie „Start/Stopp-“ und „Filtervoll-“ Meldungen verwendet. Den Anschlussplan der Filter- und Absauganlage können Sie unserer Betriebs- und Wartungsanleitung entnehmen.

Eigene Steuerung:

Wenn Sie über eine eigene Steuerung verfügen, können Sie zwischen einer analogen und einer digitalen Ansteuerung wählen. Analog werden meist Funktionen wie „Start/Stopp-“, „Filtervoll-“ oder „Sammelfehler-“ Meldungen genutzt. Verfügt die Steuerung über mehr Möglichkeiten zur Datenverarbeitung, können diese digital über die RS232 Schnittstelle Live-Daten wie Filterzustände, Temperaturen usw. ausgewertet werden. Den Anschlussplan der Filter- und Absauganlage können Sie unserer Betriebs- und Wartungsanleitung entnehmen. Die Datenbefehle für die RS232 Schnittstelle senden wir Ihnen gerne zu.

Keine Steuerung verfügbar:

Ist keine Steuerung verfügbar und Sie möchten dennoch die Funktionen der Schnittstelle nutzen, können Sie in unserem Zubehör zwischen einen Fußschalter („Start/Stopp-“ Funktion) und einer Kabelfernbedienung („Start/Stopp-“ und „Filtervoll-“ Meldung) wählen.

Die TBH Inspire Schnittstelle ist eine der umfangsreichsten Schnittstellen mit der Sie Ihre TBH Anlage in Ihren Prozess einbinden können. Sie verfügt über analoge und digitale Signal-Ein- und Ausgänge. Filtervoll, Start-Stopp, Start der Filterreinigung, Sammelfehlersignale und viele weitere Funktionen sind in der TBH Inspire Schnittstelle integriert. Zusätzlich lässt sich die Inspire Schnittstelle über eine RS232 Digital ansteuern. Neben allen analogen Signalen bietet sich Ihnen so die Möglichkeiten zusätzlich die Anlage zu parametrieren oder den Meldungsspeicher auszulesen. Der Funktionsumfang der TBH Inspire Schnittstelle variiert je nach Anlagentyp. Informieren Sie sich auf unserer Webseite oder kontaktieren Sie uns.

Die modulare Bauweise versetzt uns in die Lage flexibel die passende Lösung mit Ihnen zu entwickeln und auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren. Die Anlage besteht aus einzelnen Bausteinen, die individuell zusammengesetzt werden können. Dadurch entstehen kürzere Produktionszyklen und eine größere Anlagenvielfalt.

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Filterwechsel/Filtersättigung

Die Schüttung einer Aktivkohle nimmt über ihre Lebensdauer viele verschiedene gefährliche und geruchsbildende Stoffe auf. Diese werden bei einem Tausch der Schüttung wieder ausgetragen und aufgewirbelt. Als Ergebnis bildet sich eine konzentrierte Wolke aus Aktivkohlestaub und Gasen, in der all die Stoffe enthalten sind, vor denen Sie Ihre Mitarbeiter und Kollegen schützen wollen.

Das Sättigungslevel der Aktivkohle lässt sich für den Betreiber in der Praxis durch eine entsprechende Sensorik (siehe Punkt 6) oder durch Geruchsbildung erkennen, die durch die Aktivkohle dringt. Jedoch bedeutet ein Geruch nicht automatisch, dass gefährliche Stoffe aus dem Prozess die Aktivkohle gesättigt haben. Unterschiedliche Stoffe sind nicht gleich gut zu absorbieren. In einem Prozessgasstrom können viele verschiedene Stoffe und Aromate enthalten sein. Dies führt dazu, dass Aktivkohle zwar unerwünschte Lösemittel aufnimmt, Aromate jedoch durchdringen. Weiterhin leidet die Absorptionsfähigkeit der Aktivkohle bei Temperaturen oberhalb von 30°C deutlich oder treibt absorbierte Stoffe wieder aus.

Kohlenwasserstoffe, Alkene, Toluol, Gerüche und vieles mehr treten bei vielen Prozessen als gasförmige Stoffe auf. Sie entstehen beispielsweise bei Klebe-, Reinigungs- oder Laserprozessen. Allein bei einem thermischen Laserprozess können über hundert gasförmige Stoffe entstehen. Um eine Aktivkohle zu überwachen bräuchte es einen sehr breitbandigen Sensor, der bereits kleinste Mengen dieser Gase erkennen kann. In der Praxis gibt es beispielsweise Sensoren auf der Basis der Interferometrie und der Verdampfung der Stoffe auf einer erwärmten Oberfläche, sogenannte VOC-Sensoren. Diese können sehr breitbandig bei flüchtigen Kohlenwasserstoffen eingesetzt werden. Allerdings sind sie sehr unpräzise und schlagen zum Teil erst an, wenn Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten werden oder wenn der Luftvolumenstrom der Filter- und Absauganlage den Gasstrom zu sehr verdünnt. In beiden Fällen kann es schon zu hohen Geruchs- und Schadstoffbelastungen im Arbeitsraum kommen.

Eine präzise Möglichkeit der Gasstromdetektion bietet die Interferometrie, bei der der Gasstrom auf sein Lichtbrechungsspektrum hin zu untersuchen ist. Jedes gasförmige Partikel erzeugt ein erkennbares, signifikantes Lichtspektrum, um somit den Stoff zu identifizieren. Dadurch werden selbst geringste Mengen an gasförmigen Partikeln sichtbar und es ließe sich die Funktion der Aktivkohle überprüfen. Leider ist dieses Verfahren sehr teuer. Solche Sensoren mit Auswerteeinrichtungen können schnell einen vierstelligen Betrag ausmachen. Außerdem sind sie meist auf einen speziellen Stoff getrimmt. Das bedeutet, dass für jeden Stoff in einem Prozessgasstrom, der von der Aktivkohle aufgefangen werden soll, ein eigener Sensor angebracht werden müsste. Auch bei diesem Typ gibt es Sensoren, die ein breitbandigeres Spektrum analysieren können. Dieses ist jedoch meist so begrenzt, dass kontinuierlich mehrere Sensoren einzusetzen wären, um einen einzelnen Gasstrom zu überwachen.

Gerne beraten wir Sie individuell in Ihrem Prozess und wägen eventuell wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeiten mit Ihnen ab. Voraussetzung für eine Einschätzung ist allerdings immer das Vorhandensein von Sicherheitsdatenblättern der abgesaugten Stoffe, Mengen und Umgebungsbedingungen.

Alle TBH-Filterelemente und Anlagen sind speziell aufeinander abgestimmt und werden auf Ihren Anwendungsfall ausgelegt, um die Filterstandzeit zu optimieren. In der Praxis kann diese je nach Prozess, Erfassung und Emissionsrate erheblich variieren, so dass hierzu keine allgemeingültige Aussage getroffen werden kann.

Dies ist abhängig vom Zielprozess und der verwendeten Materialien. Informieren Sie sich hierzu bei Ihren lokalen Entsorgungsunternehmen nach den entsprechenden Entsorgungsschlüsselnummern und der fachgerechten Entsorgung.

Die Filterwechsel erfolgen bis auf wenige Ausnahmen werkzeuglos durch Abnehmen des obenliegenden Modules der Anlage oder durch die Fronttüre.

Gesättigte Filter lassen sich am sichersten über die Differenzdruckmessung erkennen. Eine optische Kontrolle der Filter kann in vielen Fällen täuschen. Speziell bei modernen Laserprozessen entstehen sehr viele Partikel mit Korngrößen im nm-Bereich. Dies kann dazu führen, dass Filter optisch fabrikneu aussehen und trotzdem gesättigt sind. Ein Indikator ist ein Lichtest. Halten Sie dazu den Filter gegen eine homogene Lichtquelle, z.B. ein Fenster, und blicken Sie in eine Falte hinein. Schimmert Licht am Boden der Falte hindurch ist der Filter vermutlich relativ neu. Schimmert am Boden der Falte kein Licht durch, ist der Filter höchstwahrscheinlich gesättigt. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Betriebs- und Wartungsanleitung zum Thema Sicherheitsausrüstung.

Alle TBH-Anlagen verfügen über eine leistungsfähige Elektronik, welche mit einer Differenzdrucküberwachung für die Filter ausgestattet ist. Diese verhindert, dass die Filter übermäßig gesättigt werden und brechen können. Nähert sich der Filter dem Sättigungsdruck, wird dies von der Steuerelektronik optisch auf dem Display oder der Frontfolie signalisiert. Erreicht der Filter den maximalen Sättigungsdruck signalisiert die Anlage einen optischen und akustischen Fehler und stoppt die Absaugung

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Unternehmensbezogen

Für die USA gibt es ein eigenes Tochterunternehmen. Ansonsten operiert TBH direkt oder über Partner. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf unserer Kontaktseite.

TBH ist ein international tätiges Unternehmen und liefert Anlagen in nahezu alle Länder dieser Erde – bestimmt auch in Ihres.

Heinrich-Hertz-Straße 8 in 75334 Straubenhardt, Deutschland

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Wissenswertes

Die Partikelkonzentration kann mit speziellen Sensoren und Messgeräten für die Partikelgrößen der Fraktion PM 1 bis PM 0,1 gemessen werden. Bei zu messenden Partikelkonzentrationen unter 1µm steigen die Anforderungen an die Messgeräte und die Messumgebung sehr stark an. Solche Messungen müssen i.d.R. in entsprechenden Reinräumen durchgeführt werden, da ansonsten die Messgeräte bereits durch die Umgebungsluft ansprechen würden oder sich bereits nach einigen Sekunden verbraucht hätten.

Die Precoatierung wird im Wesentlichem bei Filterpatronen mit einer automatischen Filterreinigung eingesetzt. Dabei wird ein Precoatiermittel (ein Trennmittel) aufgebracht, welches verhindert, dass feuchte und klebrige Stäube zu fest an der Filterpatrone haften bleiben. Dabei verhält es sich wie Mehl, welches beim Ausrollen von Teig verhindert, dass dieser nicht an der Arbeitsfläche haftet.

Der Abscheidegrad eines Filters oder einer Absauganlage beschreibt im Wesentlichen wieviel Prozent einer bestimmten Partikelgröße zurückgehalten werden. Der Abscheidegrad H13 sagt aus, dass 95,95% aller Partikel der Größe 0,1-0,3µm zurückgehalten werden. Getestet wird nach einem festgelegten Verfahren und einem fix vereinbarten Prüfstaub. Die Prüfung wird so europaweit genormt. Selbstverständlich werden auch Partikel anderer Partikelgrößen im Filter zuverlässig zurückgehalten.

Eine W3-Anlage ist nach den Anforderungen der Schweißrauchnorm und artverwandte Prozesse (z.B. Laserprozesse mit Metallen) EN ISO 15012 gebaut und zertifiziert. Sie eignet sich für alle Prozesse in denen Metalldämpfe und –rauche entstehen.

Sättigungsfilter werden bei Erreichen des Sättigungszustandes getauscht. Filterpatronenanlagen verfügen über eine pneumatische Filterreinigung. Diese reinigt den Filter automatisch durch Druckluftimpulse, sobald dieser den Sättigungszustand erreicht. Dadurch erhöht sich die Standzeit erheblich.

PM1 beschreibt die Partikelgröße bis 1µm in der Außenluft. Diese werden Feinstaubpartikel bezeichnet. Sie sind hinsichtlich der Gesundheitserhaltung besonders interessant, da sie 99,99% der Luftzusammensetzung ausmachen. PM1-Partikel können besonders tief in die Lunge eindringen und zu entzündlichen Reaktionen führen. Moderne Fertigungsprozesse emittieren eine große Bandbreite und Menge an PM1-Partikel mit Partikelgrößen unter 0,1µm. Diese Größen können sogar bis ins Blut vordringen. Ausführlichere Informationen erhalten Sie in unserem Bereich „Wissenswertes“.

Gefährliche Stäube bilden durch ihre Eigenschaften eine Gefahr für Mensch oder Umwelt. Diese Eigenschaften können zum Beispiel Brennbarkeit oder Toxizität sein. Dabei verfügen auch Stoffe über gefährliche Eigenschaften, welche in fester Form nicht gesundheitsgefährdend oder brennbar sind. Diese Eigenschaften entwickeln sie, sobald sie in einer Staubphase vorliegen. Ein Beispiel hierfür ist Metallstaub.

 

Explosiv wird ein Stoff, wenn er (je nach Materialeigenschaften) im „richtigen“ Gemisch aus Staub und Sauerstoff vorliegt. Gemeint ist hierbei, dass das das Gemisch zwischen der unteren und der oberen Explosionsgrenze liegt. Ebenfalls abhängig von den Materialeigenschaften des Stoffes ist, welche Zündenergie notwendig ist, um das explosionsfähige Gemisch zu zünden. Generelle vorbeugende Maßnahmen sind daher immer ein zündfähiges Gemisch und einen Zündfunken zu verhindern.

ATEX ist ein weit verbreitetes Synonym für die ATEX-Richtlinien der Europäischen Union. Die Bezeichnung ATEX leitet sich aus der französischen Abkürzung für ATmosphères EXplosibles ab. Die Direktive umfasst aktuell zwei Richtlinien auf dem Gebiet des Explosionsschutzes, nämlich die ATEX-Produktrichtlinie 2014/34/EU und die ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG. Ausführliche Informationen dazu können Sie auf unserer Wissenswertes-Seite nachlesen.

TBH bietet mit der FP150 und FP200 ATEX-Serie Geräte an, die zur Absaugung aus Zone 21 geeignet sind. ATEX-Bezeichnung: EX II 2/-Dc IIIC T100°C, ATEX-Richtlinie 2014/34/EU.

TBH bietet mit der DT150-Serie Geräte an, die für Umgebungen und zum Absaugen aus Zone 22 (Staub) und Zone 2 (Gas) geeignet sind. ATEX-Bezeichnung: EX II 3GD (Gc/Dc) EX IIA T4 /IIIB T120°C, ATEX-Richtlinie 2014/34/EU.

Alle TBH Absaug- und Filteranlagen sind aus hochwertigem Stahlblech gefertigt und entsprechend leitfähig. Aus diesem Grund sind alle TBH Anlagen in die Schutzklasse I für elektrische Geräte eingeteilt. Geräte der Schutzklasse I müssen immer niederohmig geerdet sein. TBH ESD wie z.B. Absaugarme, Absaughauben und Schläuche sind als ESD-Varianten verfügbar und ermöglichen es die Absaugleistung dorthin zu transportieren, wo Sie es benötigen. Alle Teile des TBH ESD-Zubehörs entsprechen dabei den Anforderungen an moderne und sensible ESD-Bereiche.

ESD bedeutet Electrostatic Discharge oder elektrostatische Entladung. Unter diesem Begriff werden Maßnahmen subsumiert, die verhindern, dass Menschen, Einrichtungen und Anlagen elektrostatische Aufladungen auf sensible Produkte übertragen und diese zerstören. Besonders in der Elektronikindustrie ist das Thema ESD wichtig. Mehr dazu erhalten Sie auf unserer Wissenswertes-Seite.

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Schnelldiagnose TBH Absauganlagen

 

Fehlerbeschreibung

Ursache

Fehlerbehebung

1

Anlage startet nicht, keine Anzeige an der Frontfolie

Netzkabel nicht eingesteckt

Netzkabel einstecken

Sicherungen nicht eingesetzt oder defekt

Sicherungen überprüfen und gegebenenfalls tauschen

Keine Spannung auf der verwendeten Steckdose

Sicherungen überprüfen

Netzschalter auf Stellung Aus

Netzschalter einschalten

Falsche Netzspannung

Netzspannung überprüfen

Drehstromnetz ohne Neutralleiter

Netzanschluss prüfen

2

Anlage startet nicht, Warnsignal hörbar, Störung Turbine leuchtet

Turbinenausfall / Störung

Anlage abschalten und Hersteller bzw. Landesvertretung kontaktieren

Filtersättigungsanzeige leuchtet (grün + gelb + rot)

Filter vollständig gesättigt

Mit Hilfe der Filterstatusanzeige (je nach Anlagentyp) entscheiden welcher Filter gewechselt werden muss und Ersatzfilter nachbestellen

Störung Temperatur leuchtet

Temperaturproblem

Anlage abschalten und abkühlen lassen. Umgebungstemperatur. und Absaugschlauch (verstopft, Länge/Querschnitt) prüfen, Anlage erneut starten, beim wiederholten Auftreten des Fehlers Hersteller bzw. Landesvertretung kontaktieren

3

Anlage startet nicht, Taster Run/ Standby blinkt

Anlage befindet sich im Standby

Taster Run/Standby betätigen

Schnittstelle falsch verdrahtet

 

Achtung! Schnittstelle teilweise nur optional erhältlich!

Schnittstelle überprüfen

Pin 7 = +

Pin 8 = -

Bei Brücke zwischen Pin 9 und Pin 10 ist die Fernsteuerung dominant, Anlage über Fernsteuerung in Run schalten

4

Anlage läuft, gelber Warnhinweis blinkt, Filtersättigungsanzeige leuchtet (grün + gelb)

Filter teilweise gesättigt (je nach Anlagentyp wird zusätzlich der betroffene Filter gelb angezeigt)

Grüner Bereich – Filtersättigung O.K. Gelber Bereich – Ersatzfilter nachbestellen

Roter Bereich – Filter vollständig gesättigt - austauschen

5

Drehzahl lässt sich an der Anlage nicht verändern

Fernsteuerung angeschlossen, Drehzahlregelung von extern (Pin 14,15)

 

Achtung Schnittstelle teilweise nur optional erhältlich!

Drehzahlregelung von extern ist dominant vor der am Gerät manuell eingestellten Drehzahl

6

Drehzahl lässt sich über die Schnittstelle nicht verändern

Drehzahleinstellung an der Anlage dominant

 

Achtung Schnittstelle teilweise nur optional erhältlich!

Drehzahlregelung von extern ist dominant vor der am Gerät manuell eingestellten Drehzahl

7

Keine / wenig Saugleistung, Filtersättigungsanzeige zeigt keinen Filterwechsel an

Ansaugleitung verstopft, defekt, geknickt oder nicht aufgesteckt

Ansaugleitung reinigen bzw. auswechseln

 

 

Saugleistung nicht richtig eingestellt

Saugleistung an Drehzahlsteller (Front) bzw. Fernbedienung erhöhen

 

 

Motor / Steuerung defekt

Landesvertretung kontaktieren

8

Anlage läuft unruhig bzw. vibriert stark

Motorlager defekt

Motor tauschen bzw. Landesvertretung kontaktieren

 

 

Verunreinigungen auf dem Flügelrad des Motors

Filter auf Undichtigkeiten prüfen ggf. Landesvertretung kontaktieren

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