Beispiele für Partikelgrößen

Größe verschiedener Partikelarten sowie passende Filtermedien

Schwebstoffe

Partikel, die nicht mehr absinken, sondern dauernd in der Luft schweben, haben eine Größe von weniger als 1µm. Manche Bakterien sind kleiner als 1µm, die wichtigsten Vertreter dieser Kategorie sind jedoch metallurgischer Staub und Ölnebel. Partikel mit einer Größe von mehr als 0,1µm und unter 1µm werden von Filtern der Filterklassen F5-F9 abgedeckt, aber auch die Klassen E10-U17 fangen diese Partikel auf.

Feinstpartikel

Unter 0,1µm sind Partikel nur noch mit einem Raster-Elektroden-Mikroskop erkennbar. Feine Ölnebelpartikel sind zwischen 0,01µm und 0,1µm groß, Tabakrauch und Asbest sind teilweise sogar kleiner als 0,01µm. Zwischen 0,001µm und 0,1µm sind die meisten Viren angesiedelt sowie sehr feiner metallurgischer Staub. Um diese Partikel zu filtern, kommen nur noch EPA, HEPA- und ULPA-Filter der Klassen E10-U17 in Frage. Unter 0,01µm werden Partikel teilweise bereits von Aktivkohle gefiltert.

Absinkende Partikel

Grobe Partikel zwischen 1mm und 0,1mm (=100µm) Größe sind noch mit bloßem Auge erkennbar. Hierzu zählen beispielsweise schwerer Industriestaub, Sand, Nebel und Haare. Kleinere Partikel unter 100µm sind bereits nur noch mit einem optischen Mikroskop erkennbar, wie Pollen, Zementstaub, Kohlestaub, grober metallurgischer Staub oder allgemein absinkende Stäube mit einer Größe von über 1µm.

Diese Partikelgrößen entsprechen den Filterklassen G3-G4, werden aber auch von deutlich feineren Filterklassen F5 - F9 und E10 - U17 abgefangen.

Gasförmige Schadstoffe

Gasmoleküle und Pestizide sind nur in seltenen Fällen größer als 0,001µm. Das einzige Filtermedium für Partikel von so geringer Größe ist Aktivkohle. Sie sind luftgetragen und können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen vordringen. Um den richtigen Filter für den jeweiligen Anwendungsfall auszuwählen, reicht die Filterspezifikation allein nicht aus. Je nach anfallender Schadstoffmenge, Größenverteilung der Partikel und Einsatzbedingungen können sich andere Grundvoraussetzungen ergeben, wodurch sich die optimale Auswahl des einzusetzenden Filters ändert. Eine professionelle Beratung und gegebenenfalls eine Begutachtung vor Ort sind daher unerlässlich, um von der Erfahrung eines weltweit agierenden Unternehmens wie der TBH GmbH profitieren zu können.