Lötrauch

Der beim Löten entstehende Lötrauch ist in der Regel umwelt- und gesundheitsschädlich. Er kann aus mehreren Komponenten bestehen: Zum Einen die vom Flussmittel ausgehenden Dämpfe und Feststoffe. Dies sind entweder Alkoholdämpfe, da Flussmittel oft auf Alkohol basieren, oder aber das Flussmittel selbst oder Produkte der Reaktion des Flussmittels mit Luftbestandteilen. Die Flussmittel sind oft reizend oder ätzend.

Zum Anderen sind die vom Lot ausgehenden Bestandteile des Lötrauches zu nennen, also der aus oxiderten Metallen bestehende sogenannte Krätzestaub, der beim Löten mit Blei oder Cadmium oder anderen Schwermetallen auch diese Elemente enthält und daher besonders gefährlich ist.

Beim Löten entstehen auch oft Fein- und Feinststäube, die in der Lunge die Lungenbläschen verstopfen oder direkt ins Blut aufgenommen werden können und daher gesundheitsschädlich sind. Auch die Augen können durch reizende und ätzende Stoffe gereizt und geschädigt werden.

Eine fachgerechte Absaugung mit richtig dimensionierten Absauganlagen ist daher unerlässlich für das Löten ohne Gefährdung von Umwelt und Gesundheit.

Einige möglicherweise entstehende Schadstoffe: (Quelle, 16.06.2008)

Weichlöten Hartlöten
Bromwasserstoff Boroxid
Bleioxid Bortrifluorid
Chlorwasserstoff Cadmiumoxid
Formaldehyd Fluoride
Hydrazin Kupferoxid
Kolophonium Phosphorpentoxid
Zinn-Verbindungen Silberoxid

Zinkoxid

 

 

Gefahrzeichen
Gefahrenzeichen C: Ätzend
C: Ätzend
Gefahrenzeichen Xi: Reizend
Xi: Reizend